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Der Badenix bei Strehla an der Elbe
Iccander, Sächs. Kernchronicon, drittes Paquet, XVII. Couvert. Freiberg 1722. Poet. beh. bei Segnitz. Bei dem dem Pflugk'schen Geschlechte gehörigen Städtchen Strehla an der Elbe ist ein Felsen gelegen, der ungefähr 16 Ellen in den Strom hineingeht und gegen 180 Ellen im Umkreis hat, derselbe heißt der Nixstein. Von diesem wird erzählt, dass hier jährlich ein Mensch im Wasser umkommen müsse; auch soll hier oft Wäsche zum Trocknen aufgehängt sein, so den Nixen gehöre, zuweilen aber eine Person darauf sitzen, welche Schuhe flicke, und verschwinde, wenn jemand zu dem Steine komme. Zuweilen kommt von hier ein Frauenzimmer in die Stadt, deren Kleider an den Füßen herum nass sind, die dann Waren einkauft und wieder verschwindet. Zu Anfange des 17ten Jahrhunderts ist ein Mann zu Pferde gestiefelt und gespornt zur Wehmutter der Stadt gekommen und hat sie genötigt, mit ihm zu gehen, ihr auch heilig versichert, dass ihr nichts geschehen solle. Wie sie an den Felsen gekommen sind, habe er mit einer Schwibruthe daran geschlagen, da hat derselbe sich aufgetan und sie sind in ein verziertes Gemach getreten, worin eine kreißende Frau gelegen hat. Diese hat mit Hilfe der Wehmutter ein Kind zur Welt gebracht, darauf hat der Mann das Gemach verlassen und eine Mulde voll Dukaten hereingebracht und die Wehmutter aufgefordert, so viel zu nehmen, als ihr beliebe, diese aber hat nach vorhergegangener Warnung der Wöchnerin nicht mehr davon genommen als ihr gebührte, worauf jener die Mulde mit den Worten „Das hat dir Gott geraten“ wieder hinausgetragen und die Wehmutter ohne Schaden nach Hause geführt hat. Das erhaltene Geldstück ist aber der Frau, sooft sie es ausgegeben, immer wieder von selbst in die Tasche zurückgekehrt. Johann Georg Theodor Gräße, Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Dresden 1874 |
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| Wasser ist mehr als H2O.
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