Dat Hilge Püttken

Unterhalb des Pfarrhauses in Volmarstein lag unter wild verschlungenen Brombeersträuchern versteckt 'dat Hilge Püttken'. (Gegenüber des heute stillgelegten Bahnhofs!) Hier entquoll einst dem Schoß der Erde eine heilkräftige Quelle, an der unter Karl dem Großen der erste Sachse unserer Gegend die Taufe empfangen haben sollte. - Nachdem ihre Bedeutung im Volke in Vergessenheit geraten war, wurde auf Veranlassung der frommen Gertrud von Volmarstein der Born neu geweiht. Viele Kranke sind alljährlich dorthin gepilgert und haben von dem Wasser getrunken. Viele fanden auch Heilung von ihren Leiden, und immer mehr Leute eilten von nah und fern herbei, um gleichfalls von ihren Gebrechen befreit zu werden. - Der Erfolg muss bedeutend gewesen sein; denn mit der zeit sammelten sich im Volmarsteiner Gotteshause so viele von den Geheilten zurückgelassene Krücken an, dass man sie auf den Kirchboden schaffen musste. Leider sind sie später mit einem wundertätigen Marienbilde, welches bei dem ´'Hilgen Püttken' Aufstellung gefunden hatte, verbrannt worden.

Heimatverein Wetter, Sagen aus Alt Volmarstein (an der Ruhr)

Eingesandt von Ulrike Berkenhoff

Der hilge pütken

Mündlich.

Unterhalb Volmarstein an der Ruhr liegt am Abhange des Bergs ein Brunnen, der hilge pütken genannt, zu dem vor alters wegen seiner Heilkraft Leute von nah und fern herbeiströmten; er soll zuerst von einer frommen Jungfrau Gertrud von Volmenstein aufgefunden und geweiht worden sein.

Adalbert Kuhn, Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westfalen und einigen andern, besonders den angrenzenden Gegenden Norddeutschlands, Leipzig 1859

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