Blick auf das Monument auf der Hohensyburg, auf deren Gipfel die heilige Quelle entspringt. Foto: Mit freundlicher Genemigung von Arnold Paul.

Der St. Petersbrunn zu Syburg

Zu Syburg befindet sich ein Brunnen, St. Petersbrunn geheißen, ohngefähr 200 Schritt von der Kirche entfernt gelegen; zu diesem ist vor Zeiten eine große Pilgerfahrt auf St. Marci Tag, acht Tage vor oder nach und ein großer Jahrmarkt gehalten worden. Hier soll einst Wittekind getauft und von Karl dem Großen, dessen Bildnis mit dem des Papstes Leo III. über der Türe am Gewölbe zu sehen ist, aus der Taufe gehoben worden sein. Dieser Brunnen ist niemals, als ein einziges Mal plötzlich vertrocknet. Der Brunnen ist aber auch im Auslande sehr berühmt gewesen, denn eines Tages im 17. Jahrhundert ist ein Italiener nach einem getanen Gelübde daselbst angekommen, hat sich im Brunnen gewaschen und ist dann auf bloßen Händen und Füßen von oben genanntem Brunnen auf den Berg hinauf und nach der Kirche und dreimal um die Kirche gekrochen und hat sich nach verrichtetem Opfer, welches aber der Pastor, weil er reformierter Religion gewesen, den Armen gegeben, sich wiederum bekleidet und davon gemacht.

J.G. Th. Grässe, Sagenbuch des Preußischen Staats, Erster Band, Glogau 1868

Die Wallfahrt nach Syburg zur Peterskirche u. -quelle bzw.-brunnen muss sehr bedeutend gewesen sein. Einmal kam es in Dortmund zu einem großen Stadtbrand, alle Menschen waren zur Wallfahrt, so dass nicht gelöscht werden konnte.

Eingesandt von Ulrike Berkenhoff

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