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Versunkene Wagen I. Bei Lagershausen ist ein Pfuhl, der Nickelpaul genannt; er ist etwa halb so groß wie eine Stube und nach dem Volksglauben unergründlich. In diesen soll eine Kutsche hinein gefahren und samt den Pferden darin versunken sein. II. In der Nähe von Oldershausen liegt ein nach der Sage unergründlicher Sumpf, der früher einen bedeutenden Umfang hatte, jetzt aber schon ziemlich zusammengeschwunden ist. Das Volk nennt ihn die Düwelsbüdde (Teufelspfütze). Dieser soll dadurch entstanden sein, dass an dieser Stelle ein mit vier schwarzen Pferden bespannter Wagen, worin eine Prinzessin saß, welche sich auf der Flucht befand, in die Tiefe versank. III. Bei der Ziegelei in der Nähe von Adelebsen ist ein tiefes Loch mit Wasser, früher soll es ein großer Teich gewesen sein. Hierin ist einst eine Gräfin, die in einem mit vier Pferden bespannten Wagen daher gefahren kam, mit Wagen und Pferden versunken. Nachts hört man noch aus der Tiefe heraus ein Ächzen. IV. Bei Kleinen-Lengden ist ein Fels, an welchem das Bild eines Pferdes ausgehauen ist. Von diesem Felsen ist einst ein Wagen, der von dem rechten Wege abgekommen war, heruntergestürzt. Die Menschen sind in der Garte ertrunken. Seit der Zeit geht es dort um. Einige sagen, ein schwarzer Hund lasse sich dort sehn. V. Eine Prinzessin wollte auf dem so genannten Kampwege von Bösinghausen nach Ebergötzen fahren. Von einem Irrlichte irregeleitet, fährt der Kutscher zu weit rechts und gerät auf eine Klippe, von welcher der Wagen herabstürzt. Die Prinzessin fand so ihren Tod. Das ist die weiße Jungfrau, welche jetzt da umgeht. Georg Schambach, Niedersächsische Sagen und Märchen, Göttingen 1855 |
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