Versunkene Glocken

In mehreren Dörfern erzählt man, dass Glocken, weil sie nicht getauft waren, aus dem Turme geflogen und in die Erde versunken sind. So flog die Escheröder Glocke aus dem Kirchturm in den Brunnen auf dem Glockendrische. Die Glocke von Imbsen im Amte Dransfeld flog wohl zwei Stunden weit in die Nähe von Offensen. Wo sie in die Erde gesunken war, entstand eine starke Quelle, der so genannte Jmmesche Born, der für unergründlich gilt. Zwei Lauenberger Glocken flogen auf die Glockenwiese in die zwei Glockenbrunnen, die sich daselbst befinden. Die Leute aus Lauenberg haben sie aber wieder ausgegraben.

Georg Schambach, Niedersächsische Sagen und Märchen, Göttingen 1855

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