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Der Wassermann ruft Einst fischten vier Brüder aus Hollenstedt in der Volle, da wo sie in die Leine sich ergießt. Schon hatten sie einen Eimer voll Hechte und Buttfische gefangen, da hörten sie von der Leine her dreimal einen Hilferuf, der aus dem Wasser zu kommen schien. Schnell liefen sie an die Leine, sahen und hörten aber weiter nichts. Sie sprachen im Dorfe nicht davon, weil sie ja nicht fischen durften und in schwere Strafe verfallen wären. In der folgenden Nacht fischten sie wieder und hörten abermals den wunderbaren Ruf. Auch in der dritten Nacht hörten sie denselben Ruf. Am folgenden Tage wollte ein Knecht aus Hollenstedt der eingefahren hatte, im Mittag seine vier erhitzten Pferde, von denen zwei blind, zwei sehend waren, im Wasser abspülen. Er ritt mit ihnen in die Leine. Kaum war er aber einige Schritte weit in das Wasser gekommen, da versank das Pferd, auf dem er saß. Zwar kam er wieder empor, vermochte sich aber nicht zu retten, sondern ertrank. Mit ihm gingen die beiden sehenden Pferde unter, während die beiden blinden glücklich das Ufer wieder erreichten. Karl Sittig, Sagen des südhannoverschen Berglandes, o. O 1924 |
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