|
|
|
|
||||||||||||
|
Die Nonne von Lich
Mündlich. In Lich, einem Städtchen unfern Giessen, ward schon gar oft eine gespenstige Nonne gesehen. In dem nahen Nonnenkloster war einst eine blutjunge und gar schöne Schwester, die sich einer verbotnen Liebe hingab. Als sie nun nächtlicher Weile ein Kindlein gebar, trug sie es in ihrer Angst hinab nach Lich und warf es in einen tiefen Ziehbrunnen. Noch jetzt hat sie deshalb keine Ruhe; sie muss jede Mitternacht an dem Brunnen stehen und sich so lang hinunterlehnen und in die Tiefe schauen, bis das tote Kind unten auf dem Wasser schwimmt. Dann winkt sie hinunter und streckt die Arme vergebens danach aus, bis sie mit dem Schlage Eins ver¬schwindet. Paul Schlitzer, Sagen aus Rhön und Vogelsberg, Fulda o.D. |
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
Wasser ist mehr als H2O! Bitte helfen Sie , die Liste der aufgeführten und besprochenen Brunnen, Quellen und sagenhaften Gewässer zu vervollständigen. Mit Ihren Bild- und Textbeiträgen können Sie mit dazu beitragen, dass die einstige Bedeutung des Wassers in Volkskunde und Religionen nicht in Vergessenheit gerät. Bitte beachten Sie, dass wir aus urheberrechtlichen Gründen ausschließlich Fotos verwenden können, die Sie selbst gemacht haben. Über Ihre Anregungen und Mitarbeit freuen sich Klaus Kramer und Team. |
||||||||||||||