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Der 'Nekläesboenn' im Finkenberg Als der Finkenberg zwischen Kleinlüder und Giesel noch ein fast undurchdringliches Waldgebiet war, lebte in einer Klause ein heiligmäßiger Eremit namens Nikolaus. Er ernährte sich von den Früchten und Pilzen des Waldes und von den Gaben guter Leute. Der Klausner war in der Heilkunde bewandert und so kam es, dass die armen Landleute bei leiblichen Gebrechen und seelischen Nöten gerne die Hilfe des frommen Gottesmannes in Anspruch nahmen. Wenn der Eremit mit der kleinen Glocke im Dachfirst der Klause die Tageszeiten einläutete, bekreuzigten sich die Leute in Wald und Feld. Jedes Mal aber, wenn die Glocke ertönte, versammelten sich auch die Tiere des Waldes in schönster Eintracht um die Klause und ein jedes empfing ohne Scheu seine Gabe aus der Hand des Eremiten. Zu Ehren des Klausners Nikolaus aber wurde der klare Quell, der in der Nähe der Klause entsprang, „Nekläsesboenn" genannt. Heute ist das Wässerlein, das einst Holzfällern, Beerensuchern und Wanderern den Durst stillte, völlig versiegt. Paul Schlitzer, Sagen aus Rhön und Vogelsberg, Fulda o.D. |
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