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Der gute Born
Der verjüngende Brunnen am Todtenberge bei Treis wird vom Volke der 'gute Born', auch wohl 'Gesundbrunnen' genannt. Er soll alle sieben Jahre fließen und bedeutende Heilkraft besitzen, obgleich sein Wasser von dem gewöhnlichen Quellwasser nicht verschieden ist. Im Jahr 1717 war Landgraf Karl mit mehreren Kavalieren seines Hofstaates hier, kostete von dem Wasser und verteilte bei dieser Gelegenheit viel Geld unter die Armen. Im Jahr 1798 oder 1799 soll der Brunnen wieder von vielen Menschen, auch aus weiter Ferne, selbst aus Frankreich, besucht worden sein. Man erzählt von einem ganz gelähmten Manne aus Ebsdorf, welcher den Brunnen völlig geheilt verlassen und zum dankbaren Gedächtnis seine beiden Krücken an einen daneben stehenden Baum aufgehängt habe. Auch wird in Treis noch ein kleines Kapital für die Armen verwaltet, welches damals am 'Gesundbrunnen' von den Badegästen gesammelt worden ist. Vor etwa zwanzig Jahren strömten wieder Kranke aus allen Gegenden nach Treis, doch ist aus dieser Zeit von auffallenden Kuren nichts bekannt. Karl Lyncker, Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen. Kassel 1854 |
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| Der Gesundbrunnen bei Treis
S.d. Zeitschr. a.a.O. S. 206. Marburg. Anz. 1764 S. 147. 157. Bei Treis an der Lumbde, am Todtenberge, befindet sich der so genannte Gesundbrunnen, auch der gute Brunnen. Angeblich fließt diese Quelle alle 7 Jahre, in der Tat aber gewöhnlich nach jedem nassen Winter. Daher kommt es, dass sie zuweilen mehrere Jahre hinter einander aussetzt. Angeblich ist sie zuerst im Jahre 1719 entsprungen und damals, gleichwie im Jahre 1764, soll sie nach längerem Verschwinden großes Aufsehen erregt haben, weil im Volke die Meinung ging, dass ihr Wasser die darin Badenden verjünge. Im Jahre 1717 ist jedoch bereits der Landgraf Karl mit mehreren seiner Hofleute im Sommer dort gewesen, hat einige Gläser davon gekostet und bei dieser Gelegenheit viel Geld unter die Armen verteilt. Der Brunnen muss also älter sein. In dem Jahre 1798/9 soll der Brunnen wieder von vielen Menschen, besonders aus Frankreich besucht worden sein, und heute noch wird zu Treis ein kleines Kapital für die Armen verwaltet, welches damals von den Brunnengästen für sie zusammengebracht wurde. Unter andern hat ein ganz gelähmter Mann aus Ebsdorf den Brunnen vollkommen wieder hergestellt verlassen und zum dankbaren Gedächtnis beide Krücken an einem daneben stehenden Baum aufgehängt. Vor etwa dreißig Jahren strömten auch Kranke aus allen Gegenden nach Treis, denn der Brunnen floss wieder, doch von auffallenden Kuren aus dieser Zeit ist nichts bekannt geworden. Chemische Untersuchungen haben überdem in dem Wasser nicht als gewöhnliches Quellwasser gefunden. J. G. Th. Grässe, Sagenbuch des Preußischen Staats, Bd. 2., Glogau 1871 |
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| Der böse Born von Treis
Grässe erwähnt in seinem 'Sagenbuch des Preußischen Staats', Bd. 2., Nr. 891 "im Felde von Treis" aber auch einen 'Bösen Born', dessen Wasser der Gesundheit schädlich sei. J. G. Th. Grässe erwähnt in seinem 'Sagenbuch des Preußischen Staats', Bd. 2., Glogau 1871, Nr. 891 |
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