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Prinzessin Rummeline Vor vielen, vielen Jahren lebte im Rummelsburger See bei Stralau, vor den Toren von Berlin, die Prinzessin Rummeline. Oftmals kam sie, auf einem großen Krebs sitzend, aus der Tiefe des Sees und mischte sich unter die Menschen. Besonders, wenn das Volk den Stralauer Fischzug feierte, lockte sie die Musik und das lustige Treiben auf die Festwiese aus ihrem Schloss auf dem Grunde des Sees. Als hübsches Mädchen war sie für die jungen Burschen eine begehrte Tänzerin. Sobald die alte Stralauer Kirche die zwölfte Stunde anzeigte, verschwand sie. Kurz vorher schenkte sie dem Tänzer, der ihr am besten gefallen hatte, einen Beutel, der mit Fischschuppen gefüllt war. Der große Krebs erwartete sie am Ufer, und auf seinem Rücken sitzend, tauchte sie wieder auf den Grund des Rummelsburger Sees zurück in ihr Wasserschloss, das gebaut war aus leuchtenden Muscheln. Wenn dann am nächsten Morgen ihr Tänzer vom Abend den Beutel sich genauer ansah, waren die Fischschuppen lauter Goldmünzen. Erzählt von dem Gärtner Friedrich Götze. Stralau um 1830. Konrad Lemmer (Herausg.), Sagen und Märchen aus Berlin und der Mark Brandenburg, Berlin 1968 |
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