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Heilbrünnl bei Roding
49°11'32" N, 12°29'38" O, Alt. 409 m Sagenhaftes |
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Die Wallfahrtskirche Heilbrünnl bei Roding
Westlich von Roding, am Uferhang des Regens gelegen, inmitten eines Waldgebietes liegt idyllisch die Wallfahrtskirche Heilbrünnl. Hier sprudelte seit vorchristlichen Zeiten eine Heil- bzw. heilige Quelle. Bei diesem ‚Heylbrunnen’ wurde zunächst ein Bildstock mit einem christlichen Kreuzbild aufgestellt. 1668 wurde die erste Wallfahrtskirche gebaut. Aus der anfänglichen Kreuzwallfahrt entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Marienwallfahrt. 1732 wurde die heutige Rokokokirche eingeweiht. Ein Teil des Quellwassers springt seitdem im Inneren der Kirche vor dem Altarraum in ein ovales Brunnenbecken aus rot-weiß gesprenkeltem Marmor. Eine Bilderreihe an der oberen Brüstung der Empore illustriert die christliche Legende von der Entstehung der Wallfahrt. Wie so häufig bei Quellenkirchen, fand auch hier ein Hirte ein Marienbild, woraus sich dann angeblich die Wallfahrt zu der nun christianisierten heiligen Quelle entwickelte. Eins der Gemälde an der Empore zeigt Lahme und Blinde. Einige der Pilger benetzen sich mit dem Wasser die Augen. Auf einem anderen Bild wirft ein Geheilter seine Krückstöcke fort. Im Norden vor der Kirche befindet sich der große Marienbrunnen. An den ‚Frauentagen’, den Sonntagen um Maria Heimsuchung, Maria Magdalena, Maria Aufnahme im Himmel und Maria Geburt, pilgern viele Gläubige zur Brunnenkapelle. Zu St. Leonhard fanden vom Heilbrünnl aus Umritte auf Pferden statt. Der heilige Leonhard gilt als Schutzpatron der Haustiere und des Viehs. In Bayern gehört Leonhard zu den 14 heiligen Nothelfern. Man nennt ihn hier auch respektvoll den „bayerischen Herrgott“ oder auch einfach den „Bauerngott“. kk |
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Zum Brünnlein bei Roding
Unfern Roding, im Regentale, liegt ein Berg, auf dem eine Kirche steht, ‚zum Brünnlein’ genannt. Schon in uralten Zeiten floss dort eine frische, klare Quelle, deren Wasser sich fernab in einem Becken sammelte. Der Rasen umher war so üppig und der Born so erquicklich, dass der Hirt gern seine Herde dahin trieb, wo sie sattsame Nahrung fand und Kühlung unter Buchen und Tannen. Eines Abends, als die Dämmerung ihn zur Rückkehr mahnte, wollte er noch vorerst seinen Durst stillen am Brunnen. Da, wie er an den Rand des Beckens tritt, sieht er auf dem Wasser ein schönes Marienbild schwimmen. Mit freudiger Begierde will er es haschen; aber je länger er darnach greift, desto tiefer sinkt das Bild, bis es zuletzt seinen Augen ganz entschwindet. Als er nach Hause gekommen, erzählte er die wundersame Erscheinung dem Pfarrer. Dieser zog des andern Tages, von vielen Gläubigen begleitet, zur Stelle, und siehe da! das Marienbild erschien wieder, wie es der Hirte berichtet, auf der Oberfläche des Wassers. Der Priester hob es ohne Mühe heraus und trug es in die Kirche des Ortes. Von der Zeit an geschehen große Wunder an der Quelle. Viele, die an den Augen litten oder lahme Glieder hatten oder sonst von Kräften gekommen waren, erlangten wieder ihre Gesundheit. Es ward daher zu Ehren Mariä ein Gotteshaus zur Stelle erbaut, und das Bildnis dahin übertragen. Noch am heutigen Tage fließt die Quelle inmitten der Kirche, und es finden immer noch viele Kranke Linderung und Genesung am Gnadenorte 'zum Brünnlein'. Alexander Schöppner, Sagenbuch der bayerischen Lande, aus dem Munde des Volkes, der Chronik und der Dichter, München 1852 |
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![]() Das Becken des großen Marienbrunnens vor der Kirche. |
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Das Brünnlein
Unfern Roding, im Regentale, liegt ein Berg, auf dem eine Kirche steht, ‚zum Brünnlein’ genannt. Schon in uralten Zeiten floss dort eine frische, klare Quelle, deren Wasser sich fernab in einem Becken sammelte. Der Rasen umher war so üppig und der Born so erquicklich, dass der Hirt gern seine Herde dahin trieb, wo sie sattsame Nahrung fand und Kühlung unter Buchen und Tannen. Eines Abends, als die Dämmerung ihn zur Rückkehr mahnte, wollte er noch vorerst seinen Durst stillen am Brunnen. Da, wie er an den Rand des Beckens tritt, sieht er auf dem Wasser ein schönes Marienbild schwimmen. Mit freudiger Begierde will er es haschen; aber je länger er darnach greift, desto tiefer sinkt das Bild, bis es zuletzt seinen Augen ganz entschwindet. Als er nach Hause gekommen, erzählte er die wundersame Erscheinung dem Pfarrer. Dieser zog des anderen Tages, von vielen Gläubigen begleitet, zur Stelle, und siehe da! das Marienbild erschien wieder, wie es der Hirte berichtet, auf der Oberfläche des Wassers. Der Priester hob es ohne Mühe heraus und trug es in die Kirche des Ortes. Von der Zeit an geschahen große Wunder an der Quelle. Viele, die an den Augen litten oder lahme Glieder hatten oder sonst von Kräften gekommen waren, erlangten wieder ihre Gesundheit. Es ward daher zu Ehren Mariä ein Gotteshaus zur Stelle erbaut, und das Bildnis dahin übertragen. Noch am heutigen Tage fließt die Quelle inmitten der Kirche, und es finden immer noch viele Kranke Linderung und Genesung am Gnadenorte ‚zum Brünnlein’. Ludwig Aurbacher, Ein Volksbüchlein, Leipzig um 1878/79 |
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| Wasser ist Leben.!
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