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Der heilige Salzfluss
Die Germanen gewannen auf diese Art Salz, dass sie das salzhaltige Wasser auf glühende Bäume gossen. Zwischen den Hermunduren und Katten strömte ein salzreicher Fluss (die Saale1.)), um dessen Besitz Krieg ausbrach. Denn die Germanen glaubten, eine solche Gegend liege dem Himmel nah und die Gebete der Menschen könnten von den Göttern nirgends besser vernommen werden. Durch die Gnade der Götter komme das Salz in diesen Fluss und diese Wälder; nicht wie bei anderen Völkern trockne es an dem Erdreich, von dem die wilde Meeresflut zurückgewichen sei, sondern das Flusswasser werde auf glühende Baumschichten gegossen, und aus der Vermischung zweier feindlicher Urstoffe, Wasser und Feuer, gehe das Salz hervor. Der Krieg aber schlug den Hermunduren glücklich, den Katten unselig aus, und die Sieger opferten nach ihrem Gelübde alle eroberten Männer und Pferde. 1. Nach Wenk: Hess. Landesgesch., die fränkische Saale, die bei Gemünden in den Main fließt, nach Zeuß, S. 95, die Werra. Die deutschen Sagen der Brüder Grimm, Berlin o.D |
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| Der heilige Salzfluss
Die Nachweise aus Tacitus, Barth, Schmidt, Mannert bei G. Th. Rudhart, Aelteste Geschichte Bayerns S. 30. Grimm d.S. II., 1. Die Germanen gewannen auf diese Art ihr Salz, daß sie das salzhaltige Wasser auf glühende Bäume gossen. Zwischen den Chatten und Hermunduren strömte ein salzreicher Fluss, die fränkische Saale, dessen Besitz ein jeder Teil für sich in Anspruch nahm. Dazu kam noch der Glaube der Germanen, eine solche Gegend sei dem Himmel am nächsten und nirgendwo erhörten die Götter besser die Gebete der Sterblichen; denn durch die Gnade der Götter entstehe fortwährend das Salz in diesem Flusse und diesen Wäldern. Das Kriegsglück war den Hermunduren günstig, verderblich den Chatten, weil die Chatten im Falle des Sieges die feindlichen Reihen dem Mars und Mercurius geweiht, ein Gelübde, welches Männer, Rosse und jegliches Leben der Tötung anheim gibt. Die Drohung traf nun die Chatten selbst, denn die Hermunduren übten an den Besiegten, was diese als Sieger getan haben würden. Alexander Schöppner, Sagenbuch der bayerischen Lande, aus dem Munde des Volkes, der Chronik und der Dichter, München 1852 |
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| Der Chatten und Hermunduren Streit um den heiligen Salzfluss
Wo das Gebiet der Hermunduren an das der Chatten grenzte, floss die Saale, ein beiden Völkern heiliger Fluss, dessen Wasser, über glühende Baumschichten gegossen, ihnen das Salz lieferte. Die Salzquellen waren den Germanen insgesamt heilig, denn sie glaubten, dass die Götter dort nahe wohnten und an solcher Stätte die Gebete der Sterblichen eher erhörten als anderswo. Chatten und Hermunduren kamen über den Besitz dieses Salzflusses in Streit; vor der Schlacht weihten die Chatten auf den Fall des Sieges das feindliche Heer, Männer und Rosse, ihren Göttern Mars und Merkur1.). Aber der Kampf fiel unglücklich für sie aus, und die Hermunduren vollzogen an ihnen selbst, was sie gelobt hatten, indem sie die gefangenen Chatten ihren Göttern opferten. Tacitus, 13, 57. 1. Nach Grimm d. Myth., 2. Ausg. 999, wären unter Mars und Merkur die deutschen Götter Wotan und Ziu zu verstehen. Karl Lyncker, Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen. Kassel 1854 |
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| Die Schlacht am Salzflusse
Von J.B. Goßmann. - Die Schlacht mag im. J. 57-58 n. Chr. in der Gegend von Kissingen vorgefallen und dem Grabfelde vielleicht von den Gräbern der erschlagenen Chatten sein Name geworden sein. G. Th. Rudhart a.a.O. S. 30. Siehst du's von jenen Bergen niederziehen Und hörst du's klirren auf der andern Seite, Und horch! schon mischen sich im Schlachtgefilde Wie mähen ungeheure Sichelwagen Alexander Schöppner, Sagenbuch der bayerischen Lande, aus dem Munde des Volkes, der Chronik und der Dichter, München 1852 |
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| Wasser ist mehr als H2O.
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