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St. Ulrichsbrunnen in Seibranz Mündlich. Unten im Dorfe ist der St. Ulrichsbrunnen. Vor Zeiten hatten die Seibranzer kein eigen Wasser. Die Not war groß. Da kam St. Ulrich von Augsburg her, um zu firmen. Das Volk klagte ihm sein Elend. Da kniete der Heilige an den Altar nieder, betete inbrünstig zu Gott um Hilfe in der wasserarmen Gegend. Ging hinaus, steckte seinen Stab in die Erde mit einem Stoß und augenblicklich sprudelte eine reiche, silberreine Quelle heraus. Der Platz kann weitum kein Wasser geben. Die Quelle fließt noch jetzt klar, Jahr aus, Jahr ein. St. Ulrich ist Kirchenpatron in Seibranz. Jährlich am St. Ulrichstag hielt man noch bis in unsere Zeit herein eine feierliche Prozession zum Brunnen1.). 1. In Euren bei Trier blickte die hl. Helena gen Himmel und stieß einen Stab in den Boden; plötzlich rauschte eine Quelle hervor und heißt jetzt noch 'Helenenbrunnnen'. Zu St. Gingolph schlug der Heilige, dessen Namen der Ort führt, seinen Stab in den Boden, worauf eine Quelle hervorquoll. Von St. Gunhilt heißt es: "da erwarb St Gunhilt von Gott daz ein brun entsprang einem felder." Wo St. Pirmins Bischofsstab, als er von Sandeck herüberfuhr, die Erde berührte, entsprang wunderbarer Weise ein Brunnen, der 'Pirminsbrunnen'. Vergl. wie Bonifazius mit seinem Stabe eine Quelle, den sogenannten Bonifaziusbrunnen mit seinem Stabe eine Quelle, den sogen. Bonifaziusbrunnen in Horas bei Fulda öffnet. Anton Birlinger, Volkstümliches aus Schwaben, Sagen, Märchen, Volksaberglauben, Freiburg 1861 |
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