Im Hintergrund die Insel mit dem recht komfortablen Jagdschloss und Kapelle, vor Ort bescheiden 'Großherzoglich Badisches 'Forsthaus' genannt.

Der Spuck am Killiweiher (47°44'40.79"N, 9°16'47.86''E)

Etwa eine halbe Stunde vom ehemaligen Zisterzienserkloster Salem entfernt liegt, rings umgeben vom Walde, der Killiweiher mit einer Insel, auf der sich ein Jägerhaus mit Kapelle befindet. Hier soll das Kloster in Kriegszeiten seine Schätze verborgen haben; denn unter der Kapelle sind, wie die Leute erzählen, verborgene Räumlichkeiten; auch der obere Brunnen soll in der Tiefe eine Türe haben, durch die man in ein großes, unterirdisches Gewölbe gelangt.

Dicht am Ufer des Weihers zieht sich die Landstraße hin. Die einsame Lage, der dunkle Wald, der düstre Weiher mit seinem schwarzen Gewässer machen auf den Wanderer einen unheimlichen Eindruck. Oft wurden nachts Lichter gesehen, welche auf dem Wasserspiegel tanzten oder auch blitzschnell über die Straße huschten, besonders in der St. Andreas- und St. Nikolausnacht wird allerlei bemerkt und deshalb dann diese Straße von den Landleuten gemieden. Dann kam es oft vor, dass Leute, welche um diese Zeit am Killiweiher vorübergingen, neben sich schwarze Gestalten sahen, die sie bis ans Ende des Wassers begleiteten, ohne ihnen jedoch etwas Leides zu tun. - Manchen Personen gesellte sich auch ein schwarzer Mann ohne Kopf zu, mit einem Stecken in der Hand und verschwand wieder, da sie am Weiher vorüber waren. Oder ein Wanderer spürte im Vorübergehen eine schwere Last auf seinem Rücken. Einmal schritten zwei Reisende längs des Ufers hin; da war es dem Einen, als ob er zu Boden gedrückt würde; er stöhnte und schwitzte und konnte kaum weiterkommen. "Komm doch - rief ihm sein voranschreitender Gefährte zu - in Gottes Namen!" Da war derselbe von seiner Last plötzlich befreit und konnte ganz leicht gehen.

Theodor Lachmann nach mündl, Bericht in Alem. XVII, 264.


Waibel u. Flamm, Badisches Sagenbuch, Sagen Freiburgs und des Breisgaus, Freiburg 1899

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Einst ging ein angesehener Metzgermeister von Überlingen hier in dunkler Nacht vorbei. Da stieß ihn eine dunkle Gestalt gegen das Gewässer und erfasste ihn zuletzt, um ihn in den Weiher zu schleudern. Als der Morgen graute erwachte der Mann aus tiefer Betäubung am jenseitigen Rande des Weihers.

L. Reich, Insel Mainau S. 186.


Waibel u. Flamm, Badisches Sagenbuch, Sagen Freiburgs und des Breisgaus, Freiburg 1899

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Der der Straße abgewandte Teil des Killiweihers.

Der Killiweiher mit Insel und dem Großherzoglich Badischen Jagdschloß
(47°44'40.79"N, 9°16'47.86''E). Abb.: Google Earth.

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