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![]() Der Ottilienbrunnen am Plochinger 'Käppele'. Die ursprüngliche heilige Quelle ist längst durch die diversen Baumaßnahmen oberhalb der Kirche versiegt. Der Brunnen erhält heute sein Wasser aus einer Mineralquelle in 90 Metern Tiefe. |
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| Eine heilige Quelle führt zur Gründung von Plochingen
An dem Ort, an dem sie heute steht befand sich zu Zeiten der Kelten - eventuell auch schon früher - ein vorchristliches Quellheiligtum. Die heilige Quelle und die dort befindliche Kultstätte wurden zur Urzelle des Plochinger Gemeinwesens. Es ist überliefert, dass die Kapelle während des Mittelalters von den Bewohnern Plochingens in harter Fronarbeit und unter Leistung von Spanndiensten errichtet werden musste. Die Kapelle wurde - wie so oft - direkt auf der Quelle errichtet. Sie wurde im Jahr 1328 im Beisein des Konstanzer Bischofs und des Reichsritters von Plochingen geweiht. Die Anwesenheit des hohen kirchlichen Würdenträgers weist auf die Bedeutung des vorchristlichen Quellheiligtums hin, das durch die Überbauung mit der Kapelle christianisiert wurde. Während gründlicher Restaurierungsarbeiten 1991-93 entdeckte man unter dem Fußboden noch größere Stücke des mittelalterlichen Fußbodens. Er ist im Inneren der Kapelle unter Glas zu besichtigen. An der Kirchmauer vor der Kapelle sprudelt das Ottlienbrünnele, das ursprünglich das Wasser der heiligen Quelle spendete. Die hl. Ottilie gilt in ganz Deutschland als Quellheilige und wird bei Augenleiden angerufen. Ihr Zeichen ist ein aufgeschlagenes Buch mit zwei Augen. Die ursprüngliche Quelle ist mittlerweile, vermutlich durch die Absenkung des Grundwassers versiegt. Das heutige Brunnenwasser kommt aus 90 Metern Tiefe aus einer salinischen Bitterquelle und spendet Mineralwasser. Klaus Kramer |
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![]() Die Ottilienkapelle ist das älteste, noch aus dem Mittelalter stammende Gebäude Plochingens. Sie wurde direkt auf einer vorchristlichen Quellen-Kultstätte errichtet, um den Ort für das Christentum zu besetzen. Die Quelle und die ursprüngliche Kultstätte bildeten spätestens seit keltischer Zeit die Keimzelle der Stadt Plochingen, deren Zentrum sie lange Zeit blieb. Bei dem roten historischen Gebäude links neben der Kirche handelt es sich um das alte Rathaus der Stadt, den weltlichen Mittelpunkt des Gemeinwesens. Die einstige Bedeutung der Kapelle im Kampf gegen das Heidentum lässt sich daran ermessen, dass sie im Jahr 1328 in Anwesenheit des Konstanzer Bischofs geweiht worden war. Die ursprüngliche Kapelle war mit Hilfe von Opfergaben und harten Fon- und Spanndiensten von der Bevölkerung errichtet worden. Das Wasser der heiligen Quelle soll ursprünglich gegen Augenleiden geholfen haben. Die Kapelle wurde im 14. Jh. der christlichen Quellenheiligen Ottilie geweiht. |
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![]() Den Ottilienbrummen |
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