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Das Wasserweible und die Bären Mündlich. War mal ein Müller in Franken drunten; zu dem kam jede Nacht ein Wasserweiblein, stellte ihm die Räder und tat ihm sonst viel Unliebes. Kam ein Bärentreiber zum Müller mit drei großen schwarzen Bären und bat um Nachtherberge. Die Müllerin erzählte den Unfug mit dem Wassergeist. Bärentreiber sagte, er wolle dem Ding abhelfen, man solle ihn nur seine Bären dahin tun lassen, wohin die Unholdin komme. Gerne, geschah so. Des Morgens erschien das Wasserweiblein wieder auf dem Mühlwasser, blutend, zerrissen und jämmerlich zerfetzt und rief: "Müller, Müller, hast du deine schwarzen Katzen noch?" Wasserweible kam von da an nimmer mehr.1.) 1. Etwas Ähnliches bei Th. Vernaleken, Mythen und Bräuche S. 182 (Nr. 13) u. S. 180 Nr. 12. Schambach u. Müller S. 66 Nr. 91. Dieser Sage Grundzug findet man im Mittelalter häufig (Stricker), viele Märchen lauten ähnlich. Anton Birlinger, Volkstümliches aus Schwaben Bd. I, Sagen, Märchen, Volksaberglauben, Freiburg 1861 |
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