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Der Bröller Riedlinger Gegend. Irgendwo im Heuberg und Flussgebiet der Donau muss eine Höhle sein mit einem unterirdischen See, den man sieden und brodeln hört und wenn er viel Wasser enthält, soll er brüllen. Man sagt nun in Ertingen, es werde einmal jener unterirdische See, der 'Bröller', ausbrechen und alles im Donautal ersaufen. Vor einigen Jahren geschah es, dass Spaßvögel im Tale verbreiteten, "der Bröller sei losgebrochen". Ich sah mit eigenen Augen einige Leichtgläubige bei dem Schreckenswort "Der Bröller ist los!" die Hände ringen und Anstalt machen, ihre Habe auf einen Berg zu retten. Noch immer warten die Leute auf den Schreckensruf: "Der Bröller ist los, alles ist he!"1.) 1. Vgl. H. Runge, Quellcult S. 4. Anmerk. Rochholz A.S. I. Nr. 1. Th. Vernaleken, Mythen u. Bräuche S. 201, wo einst ein Wasserberg sich öffnen und das Land überschwemmen wird. Ähnliches sagt man vom See bei Eichen. Baader Nr. 22. Anschwellen von Wassern bedeutet auch Krieg; vgl. Dr. Reuß im Unterhaltungsblatt zum Nürnberger Anzeiger 1859 S. 19b. Anton Birlinger, Volkstümliches aus Schwaben Bd. I, Sagen, Märchen, Volksaberglauben, Freiburg 1861 |
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