Schöpfungsbericht eines Omaha-Indianers

Am Anfang waren alle Dinge im Geist (des Gottes) Wakonda. Sämtliche Geschöpfe, einschließlich des Menschen, waren Geistwesen und sie schwebten im weiten Raum zwischen den Sternen und der Erde. Diese Wesen suchten einen Ort, an dem sie körperliche Gestalt annehmen könnten. Sie stiegen zur Sonne empor, doch die Sonne war nicht geeignet für ihren Aufenthalt. Sie bewegten sich zum Mond und fanden, dass es auch hier nicht gut sei für ein Zuhause. Dann stiegen sie zur Erde hinab und sie sahen, dass sie nur mit Wasser bedeckt war. Die Geistwesen schwebten nach Norden, Osten, Süden und Westen und fanden kein trockenes Land. Da waren sie sehr betrübt, denn die Erde schien ihnen geeignet darauf zu leben. Da erwuchs aus der Mitte des Wassers ein gewaltiger Felsen. Er brach in Flammen aus, und die Wasser erhoben sich als Wolken in die Luft. Und es erschien festes, trockenes Land; Gras und Bäume wuchsen. Da stiegen die Scharen der Geister hinab und wurden auf der Erde Fleisch und Blut. Sie ernährten sich von den Körnern der Gräser und von den Früchten der Bäume und das Land erbebte durch ihre Äußerungen von Freude und Dank gegenüber Wakonda, dem Schöpfer aller Dinge.

Wasser ist mehr als H2O!

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